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Wm-quali gegen kroatien: deutschland verliert ohne topspieler – thiemann reist 9.000 km an

Ein Schock für die deutsche Basketball-Nationalmannschaft: Knapp 20 Spieler fehlen Bundestrainer Alex Mumbru im Qualifikationsspiel gegen Kroatien. Die erste Niederlage in der WM-Qualifikation – 88:93 in Zagreb – ist die bittere Konsequenz. Der Ausfall von Stars wie Dennis Schröder und Andreas Obst hallte wider.

Thiemann kehrt aus japan zurück – ein marathon für den basketball

Die Abwesenheit der Topspieler war spürbar. Doch die Absage von Johannes Thiemann, dem Welt- und Europameister, hätte die Situation noch verschärft. Der Center von den Gunma Crane Thunders in der japanischen B.League flog rund 9.000 Kilometer aus Japan, über Paris nach München und weiter nach Zagreb, um kurzfristig für die Nationalmannschaft einzuspringen.

„Ich spiele sehr gerne für die Nationalmannschaft. Dazu kommt, dass es wichtige Spiele gegen Kroatien sind. Da war es keine Frage, dass ich dabei bin“, sagte Thiemann BILD. Die Rückreise ist beschwerlich: Jetlag und die bevorstehenden Spiele stellen eine Herausforderung dar. Für den 2,06m großen Center bedeutete dies eine Reise von rund 9.000 Kilometern für lediglich 80 Minuten auf dem Parkett.

Thiemann, der in Japan ein Gehalt von rund 1 Million Dollar pro Saison verdient, ist eine wichtige Stütze für die Nationalmannschaft. Er ist der zweitbeste deutsche Werfer im Kader, nach David Krämer mit 22 Punkten. „Wir brauchen etwas mehr Kontrolle im Spiel, dürfen uns am Ende, wenn es knapp ist, nicht unter Druck setzen lassen. Unsere Fans werden uns dabei helfen“, so Thiemann.

Für die Revanche am Sonntag in Bonn sollen nun die Bayern-Stars Oscar da Silva und Justus Hollatz dem Team beitreten. Ob das reicht, um die Qualifikation für die WM zu sichern, bleibt abzuwarten. Die ersten drei Mannschaften der Vierer-Gruppe erreichen die nächste Gruppenphase, wobei die Ergebnisse der aktuellen Spiele mitgenommen werden.

Die Rückkehr von Thiemann ist ein Zeichen der Leidenschaft und des Engagements, doch ob sie ausreicht, um die WM-Qualifikation zu sichern, wird sich erst in Bonn zeigen.