Wechsel in dortmund: ole book tritt die nachfolge von sebastian kehl an
Ole Book löst überraschend Sebastian Kehl als Sportdirektor bei Borussia Dortmund ab. Die Personalie sorgt für Aufsehen und wirft Fragen nach der zukünftigen Ausrichtung des Fußball-Bundesligisten auf.
Was erwartet book in dortmund?
Die ehemalige Nationalspielerin Almuth Schult erklärte im Doppelpass auf Sport1, dass Book in Dortmund mit einer anderen Arbeitsweise rechnen muss. „Er ist es gewohnt, in einem ruhigen Umfeld zu arbeiten und in Dortmund reden einige andere mit“, so die 35-Jährige. Sie meint damit vor allem Sportgeschäftsführer Lars Ricken und den externen Berater Matthias Sammer.
Schult mahnte, dass Book bei Misserfolgen dennoch die Verantwortung trägt und mit dem Druck umgehen muss. Sie betonte, dass Book lernen müsse, sich mit den anderen BVB-Bossen auszutauschen, da er in Elversberg als Sportvorstand die Entscheidungen getroffen hatte. „Wahrscheinlich muss er auch annehmen, dass nicht auf Augenhöhe mit ihm kommuniziert wird“, so Schult. Sie forderte die BVB-Führungsebene auf, Book zu unterstützen.

Effenberg sieht potenzial, fordert zusammenhalt
Stefan Effenberg bezeichnete den Abgang von Sebastian Kehl als „überraschend“. Er hatte eine Verlängerung des Vertrags erwartet. Book sei ein Manager, der von vielen Vereinen beobachtet wurde. „Wenn du Matthias Sammer als großen Fürsprecher hast, dann sagt das alles“, hob Effenberg hervor. Er sieht in Book ein „spannendes Projekt“, betont aber die Notwendigkeit von Rückendeckung und Zusammenhalt, die Kehl seiner Meinung nach vermisst hat.
Für eine erfolgreiche Zusammenarbeit sieht Effenberg eine Bedingung: „Ich wünsche ihm, dass es funktioniert, aber dann müssen sich die Verantwortlichen auch ändern.“ Die kommenden Monate werden zeigen, ob Book die Erwartungen erfüllen kann und den BVB wieder auf Kurs bringt. Die Vereinsführung hat ihm eine große Herausforderung beschieden.
