Völler warnt: leichtfehler könnten gegen paraguay zum verhängnis werden
Die deutsche WM-Aus könnte bereits in der Sechzehntelfinal-Partie gegen Paraguay in Gefahr sein. Sportdirektor Rudi Völler hat eindringlich vor unnötigen Ballverlusten im gefährlichen Raum gewarnt – und das mit aller Deutlichkeit.
Das mittelfeld ist das achillesfessel
Völler sieht die größte Gefahr in leichtsinnigen Fehlern im Zentrum des Rasens. Diese fehler könnten Paraguay sofort in gefährliche Konter verwickeln, wie er in der Pressekonferenz betonte. „Das kann dann schon wehtun“, zitiert der Experte. Es geht nicht um die physische Dominanz der Südamerikaner, wie er weiter erklärte, sondern um die Fähigkeit, den Ball sicher zu spielen.

Paraguay studiert die schwächen
Völler ist überzeugt: Die Paragüayer haben die deutschen Schwächen genau analysiert. „Sie haben uns sehr beobachtet“, so der DFB-Sportdirektor. Das bedeutet, dass Deutschland sich nicht auf lockere Ballzirkulation verlassen darf. Es muss ein diszipliniertes Risikoübernehmen geben – Kreativität ist willkommen, aber keine Einladung zum Konter.

Erinnerung an 2006
Völler erinnert an die WM 2006, als es nicht die rohe Körperlichkeit war, die die Mannschaft ärgerte, sondern die fehlgeschlagenen Pässe im entscheidenden Moment. Es ist ein klassisches Beispiel dafür, wie kleine Fehler im Spielverlauf dramatische Konsequenzen haben können. Denn Völler warnt: „Passiert das in den falschen Räumen, wird’s brenzlig.“
Disziplin statt risiko
Die deutsche Mannschaft zeigte im Gruppenspiel gegen Ecuador eine beeindruckende Kampfgeist, aber Völler mahnt: „Alles wird nicht immer gelingen.“ Ein Fehlpass, ein verlorener Zweikampf – das darf es nicht passieren. Deutschland muss die größte Gefahr am Montag vermeiden: Konter durch eigene Fehler. Die strategische Disziplin muss stimmen, um den Weg ins Viertelfinale zu ebnen.“
