Tom Bischof: Schlüsselspieler im erweiterten DFB-Kader – Herausforderer und Hoffnungsträger
Der zweite DFB-Kader unter Jürgen Klopp deutet auf die Zukunft der deutschen Nationalmannschaft hin. Zahlreiche junge Talente erhalten nun ihre Chance, sich für die A-Nationalmannschaft zu empfehlen. Spieler, die möglicherweise bereits in den Planungen von Julian Nagelsmann eine Rolle spielten, müssen nun ihre Position unter Beweis stellen.
Bischofs Doppelfunktion: U21-Kapitän und Herausforderer
Tom Bischof, Kapitän der deutschen U21, wurde von beiden Trainern – Antonio Di Salvo und Jürgen Klopp – für die Länderspielpause nominiert. Nach dem beeindruckenden 4:0-Sieg gegen Lettland reiste der FC Bayern-Profi direkt zum A-Team und bringt ein klares Erfolgserlebnis mit.
Während Bischof in der U21 gesetzt ist, muss er sich nun als Herausforderer im neuen Bundestrainer-Team beweisen. „Beide Rollen tun mir einfach mal sehr, sehr gut – weil hier kann ich brutale Verantwortung übernehmen, das muss ich aber auch. Ich bin da kein anderer Mensch, benehme mich genau gleich wie hier“, erklärte der 21-Jährige (Zitat via ‘kicker’).

Kimmichs Situation und die Konkurrenz
Für DFB-Kapitän Joshua Kimmich ist die Zuschauerrolle ungewohnt und enttäuschend, da das Spiel gegen Serbien in seinem „Wohnzimmer“, der Allianz Arena, stattfindet. „Ich hatte bis zuletzt gehofft zu bleiben und wäre natürlich gerne dabei gewesen“, gestand Kimmich nach der Niederlage gegen Griechenland.
Neben Bischof hoffen auch Aleksander Pavlović, Anton Stach und Vitaly Janelt auf eine Einsatzmöglichkeit. Klopp sucht primär nach einem Nebenmann für Kimmich, doch Bischofs Chancen auf einen Einsatz gegen Serbien oder Griechenland sind gestiegen.
Lob von Klopp und Selbstbewusstsein von Bischof
Jürgen Klopp lobte Bischof bereits bei der Kaderbekanntgabe: „Tom ist ein ganz feiner Fußballer, hat enorm viel strategisches Talent und ist einfach ein fantastischer Typ.“ Bischof kennt die Rolle als Herausforderer aus seinem Verein und kämpft im Mittelfeld mit Pavlović um den Platz neben Kimmich. Er verriet im Juli gegenüber den vereinseigenen Medien: „Jeder will spielen, dadurch werden alle besser und das hilft der ganzen Mannschaft. Ich traue mir diese Rolle definitiv zu.“
Prestige-Nummer 8 für Bischof
Bischof übernahm in München die prestigeträchtige Rückennummer 8 von Leon Goretzka. Wie er gegenüber ‘ran.de’ verriet, gab es dafür sogar einen augenzwinkernden Spruch vom Vorgänger: „Er war auf dem Trainingsgelände und meinte, weil ich noch seine Schlappen anhatte: ‘Klaust du mir jetzt alles?!’ Aber ich glaube, er freut sich ehrlich für mich.“