Ogunleye verpasst medaille: anthony krönt sich zum 60-meter-sprintkönig
Torun – Bei der Leichtathletik-Hallen-WM in Polen verpasste die Kugelstoßerin Yemisi Ogunleye eine Medaille, während Jordan Anthony über 60 Meter Gold holte. Die Ergebnisse der Titelkämpfe in der Kujawsko-Pomorska Arena brachten einige Überraschungen.
Ogunleyes enttäuschende leistung
Die amtierende Olympiasiegerin im Kugelstoßen landete auf dem fünften Platz mit 19,46 Metern. Die US-Amerikanerin Chase Jackson setzte sich mit 20,14 Metern durch und sicherte sich den ersten Platz. Ogunleye fehlten am Ende lediglich 29 Zentimeter zur Bronzemedaille. „Es war heute die Zeit einer anderen Athletin. Das gehört zum Sport dazu“, kommentierte Ogunleye ihre Leistung gelassen. Sie hatte zuvor ihre persönliche Bestleistung auf 20,37 Meter verbessert und sich Medaillenchancen ausgerechnet.
Katharina Maisch vom LV 90 Erzgebirge erreichte im Kugelstoßen den zehnten Platz mit 18,56 Metern. Silber ging an die kanadische Titelverteidigerin Sarah Mitton (19,78 Meter), Bronze sicherte sich die Schwedin Axelina Johansson (19,75 Meter).

Anthony sprintet zum sieg
Im Sprint über 60 Meter dominierte Jordan Anthony die Konkurrenz. Der 21-Jährige lief in 6,41 Sekunden zum Sieg und setzte sich vor dem jamaikanischen Olympiazweiten Kishane Thompson (6,45 Sekunden) durch. Trayvon Brommel (USA) sicherte sich die Bronzemedaille mit ebenfalls 6,45 Sekunden.
Robert Farken aus Leipzig schied über 1500 Meter im Vorlauf aus und erreichte nur den fünften Platz in 3:41,79 Minuten.
Das deutsche Team in Torun, mit 14 Athletinnen und Athleten vertreten, verzichtete aus unterschiedlichen Gründen auf einige prominente Namen wie Weitsprung-Star Malaika Mihambo, die sich auf die Vorbereitung für die Sommersaison konzentriert.
Weitere Nachrichten: Der ehemalige Weltmeister im 100-Meter-Lauf, Justin Kerley, wurde für zwei Jahre gesperrt. Im ISTAF Indoor konnte sich Malaika Mihambo im Weitsprung den zweiten Platz sichern, während Ogunleye den dritten Platz belegte.
Die WM in Torun zeigt, dass neue Stars entstehen und etablierte Athleten unter Druck stehen. Die Leichtathletik-Welt bleibt spannend – und manchmal auch enttäuschend.
