Nhl-enttäuschungen: schweizer talente ohne traum-vertrag – wer könnte noch zuschlagen?

Die National League befindet sich im entscheidenden Saisonfinale, während in der NHL die Playoffs noch ausstehen. Doch hinter den Kulissen einer spannenden Zeit zeichnet sich ein anderes Bild ab: Viele Schweizer Spieler, einst Hoffnungsträger, haben trotz NHL-Drafts noch keinen Vertrag unterschrieben. Eine Entwicklung, die Fragen nach der Zukunft vieler Talente aufwirft.

Nachwuchs-enttäuschungen: die jungen wilden ohne nhl-zulassung

Die Liste der enttäuschenden Talente beginnt mit den jüngsten Jahrgängen. Basile Sansonnens, Elijah Neuenschwander und Ludvig Johnson, alle im Sommer 2023 gedraftet, gehören zu den vielversprechendsten Kandidaten. Doch auch hier fehlt der NHL-Vertrag. Rico Gredig, der im Sommer 2024 von den New York Rangers ausgewählt wurde, wechselt nun zum EV Zug. Antoine Keller zeigte beim HC Ajoie zwar gute Leistungen, doch auch er wartet noch auf seinen großen Durchbruch. Brian Zanetti, Manix Landry und Simon Knak haben ebenfalls noch keinen NHL-Deal unterzeichnet; Knak hat zwar bereits Erfahrung in der AHL gesammelt. Landry, der eine Schweizer Lizenz besitzt, nicht aber den Schweizer Pass, könnte eine weitere Hürde darstellen.

Erfahrene spieler: die 30-plus-kategorie ohne nhl-verpflichtung

Erfahrene spieler: die 30-plus-kategorie ohne nhl-verpflichtung

Mit Julien Sprunger und Fabrice Herzog betritt eine weitere Gruppe die Bühne: Spieler, die einst von NHL-Teams gedraftet wurden, aber nun über 30 Jahre alt sind und ihre Karriere primär in der Schweiz verbracht haben. Sprunger, der 2004 von den Minnesota Wild ausgewählt wurde, beendete seine Karriere nach einer Verletzung im Jahr 2009 im HC Fribourg-Gotteron. Herzog, der 2013 von den Toronto Maple Leafs gezogen wurde, wird in die kommende Saison zum SC Rapperswil-Jona Lakers wechseln.

Der große rest: spieler mit nhl-vertrag, aber ohne einsatz

Der große rest: spieler mit nhl-vertrag, aber ohne einsatz

Die Liste der Spieler, die zwar NHL-Verträge haben, aber nie in der nordamerikanischen Liga gespielt haben, ist lang. Vinzenz Rohrer, der einen Vertrag bei den Montreal Canadiens unterschrieben hat, wurde für diese Saison an die ZSC Lions verliehen und hat noch eine Chance, in die NHL aufzusteigen. Für andere wie Toni Rajala, Miro Aaltonen, Calle Andersson, Adam Tambellini, Tyler Moy und Noah Rod ist ein Einsatz in Nordamerika jedoch kaum noch realistisch. Auch bei Vili Saarijärvi, Julius Nättinen, Damien Riat, Santtu Kinnunen, Tobias Geisser und Anttoni Honka sind die Chancen gering. Rohrer könnte aber der nächste Schweizer Spieler sein, der den Sprung in die NHL schafft – ein Sprung, der für ihn eine Karriere-Bestätigung wäre.

Die Tatsache, dass so viele Schweizer Talente trotz eines NHL-Drafts noch keinen Vertrag unterschrieben haben, ist mehr als nur eine sportliche Enttäuschung. Sie wirft Fragen nach der Entwicklung der Scouting-Strategien der NHL-Teams und der Anpassungsfähigkeit der Spieler auf. Die Schweizer Liga bietet zwar eine hohe Qualität, aber der Sprung in die NHL ist nach wie vor eine immense Herausforderung. Und während einige Spieler vielleicht die Chance auf eine NHL-Karriere verpassen, zeigt der Erfolg von Vinzenz Rohrer, dass die Tür noch offen steht – zumindest für diejenigen, die bereit sind, alles zu geben.

Die Schweizer Nationalmannschaft profitiert von dem Talentpool, aber die Frage bleibt: Können die Spieler, die den großen Traum von der NHL nicht verwirklichen konnten, dennoch eine bedeutende Rolle in der internationalen Eishockeywelt spielen?