Lipowitz stürmt in die berge – pidcock schockt und reißt red bull aus der ruhe!
Die Tour de France hat einen neuen, dramatischen Einschuss. Am Samstag geht es über 155 Kilometer von Mühlhausen nach Le Markstein und die Favoriten müssen sich auf eine echte Bergprüfung einstellen. Florian Lipowitz, der junge Schwabe von Team Sunweb, hat eine klare Kampfansage an seine Konkurrenz abgegeben – und sie scheint ernst zu meint.
Lipowitz setzt auf den angriff
„Ich glaube, das wird sich spätestens morgen zeigen, was in dieser Hinsicht möglich ist“, zischte er nach seinen Worten. Aber er ließ keinen Zweifel daran, dass er bereit ist, das Tempo zu diktieren. Ralph Denk, der Teamchef von Red Bull, schien sich keine Sorgen zu machen: „Wir liegen genau da, wo wir sein wollen. Ab morgen wird es richtig losgehen.“ Die deutschen Fans, die die Strecke bereits am Freitag säumten, feuerten Lipowitz mit schwarz-rot-goldenen Fahnen und Fußball-Nationaltrikots an – ein beeindruckender Anblick.

Pidcocks mountainbike-hattrick
Doch dann kam die Überraschung: Tom Pidcock, der zweimalige Olympiasieger im Mountainbike, setzte sich unbemerkt in die Ausreißergruppe vor. Der Brite, der für Jayco Alula fährt, zeigte eine unglaubliche Resistenz und fuhr sich zum Platz 3 in der Tageswertung und zum Platz 4 in der Gesamtwertung – nur 29 Sekunden hinter Lipowitz. Ein echter Schock für das gesamte Feld und ein Beweis für Pidcocks außergewöhnliche Fähigkeiten.

Sprintentscheidung und favoriten geschlossen
Wie erwartet gewann der Schweizer Mauro Schmid im Sprint den Etappensieg. Die Top-Favoriten, darunter Tadej Pogacar, Jonas Vingegaard und Remco Evenepoel, blieben geschlossen im Peloton und ließen Lipowitz keine Chance, sich anzugreifen. Es war eine herausfordernde Etappe, die die Fahrer an ihre Grenzen brachte. Die Red Bull-Crew, die sich selbstbewusst zeigte, musste sich nun mit einem siebten Platz auseinandersetzen – ein unerwarteter Rückschlag.

Lipowitzs enttäuschung
„Heute waren es schon wahnsinnig viele deutsche Zuschauer“, kommentierte Lipowitz nach der Etappe. „Das motiviert natürlich und freut einen auch, wenn so viele an der Strecke stehen.“ Aber die Enttäuschung über den verpassten Etappensieg war deutlich spürbar. „Es wäre schön, wenn man auch nur eine Etappe gewinnen kann“, räumte er ein. Doch er betonte: „Wir können auch so ganz happy sein und dann mal schauen, was am Wochenende passiert.“ Die Tour de France hat gezeigt, dass alles noch offen ist – und dass es in den Alpen und im Pyrenäen noch viele Überraschungen geben wird.”n
