Leipzig unter schlagzeilen: sexismus-vorwurf nach social-media-post

Der Fußball ist oft ein Schlachtfeld – auch in den sozialen Medien. RB Leipzigs Umgang mit der Personalie Marie-Louise Eta hat jetzt für heftige Diskussionen gesorgt und die Frage aufgeworfen, ob der Verein die Risiken seines Social-Media-Managements realistisch einschätzt.

Kontroverse um instagram-post: sexismus-vorwürfe gegen rb leipzig

Vor dem Spiel gegen Union Berlin postete RB leipzig einen Beitrag über die neue Trainerin Marie-Louise Eta, der schnell zu Kritik führte. Der ursprüngliche Post, der Eta beim Training und in der Kabine zeigte, wurde als anzüglich und sexistisch interpretiert. Dabei hatte Eta selbst die Collage 2022 auf ihrem Instagram-Profil veröffentlicht, was der Verein nun als Argument anführt, um die Kritik zu relativieren. Doch die Nachfrage nach einem verantwortungsvollen Umgang mit der Person und ihrer Tätigkeit zeigt, dass die Interpretationen vielfältig sind.

Der Post enthielt den Kommentar: „Also an leipzig selbst liegt’s ja nicht, ist schon ne schöne Stadt …“. RB Leipzigs Social-Media-Team antwortete darauf mit der Aussage: „Eure Cheftrainerin fand nicht nur die Stadt ganz schön … Lachsmiley“. Diese Formulierung wurde als auslösendes Element für zahlreiche sexistische Kommentare unter dem Post gewertet. Es ist eine schlichte Tatsache, dass Frauen im Fußball oft mit unangebrachten Anfeindungen konfrontiert werden, die sich in sozialen Medien noch verstärken können. Diese Art von Kommentaren ist nicht nur beleidigend, sondern auch gefährlich.

Strukturierte kommunikation als signal

Strukturierte kommunikation als signal

Experten sehen in der Reaktion von RB Leipzig eine Chance, das Image des Vereins zu verbessern und ein Zeichen gegen Sexismus zu setzen. Ein klarer und vermeidender Umgang mit potenziell problematischen Inhalten ist essenziell. Es geht darum, zu zeigen, dass RB Leipzig sich der Thematik bewusst ist und bereit ist, Verantwortung zu übernehmen. Die offene Kommunikation über die Intentionen hinter den Posts ist hierbei entscheidend – und die Ablehnung von Kommentaren, die Frauen herabwürdigen oder belästigen.

Die Debatte um Marie-Louise Eta zeigt, dass es im Fußball noch immer viel zu tun gibt, um Geschlechtergerechtigkeit zu fördern und eine respektvolle Umgebung für alle zu schaffen. RB Leipzig hat nun die Möglichkeit, ein Vorbild zu sein und einen wichtigen Beitrag zu leisten.