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Leichtathletik-EM: Smilla Kolbe erzielt schnellste deutsche 800-Meter-Zeit seit 1990

Bei der Leichtathletik-Europameisterschaft in Birmingham hat Smilla Kolbe im Vorlauf eine beeindruckende Zeit gelaufen: Die Läuferin von Eintracht Frankfurt war über 800 Meter so schnell wie keine Deutsche seit über 35 Jahren.

Beeindruckende Zeit und Qualifikation für das Halbfinale

Die 24-Jährige von Eintracht Frankfurt kam am Dienstag im Vorlauf nach 1:57,80 Minuten ins Ziel und sorgte damit für die schnellste Zeit einer deutschen 800-Meter-Läuferin seit dem Jahr der Wiedervereinigung. "Die ganze Saison arbeitet man darauf hin und hat Höhen und Tiefen. Dann ist es umso schöner, wenn alles klappt", sagte sie im Anschluss am ARD-Mikrofon.

Das letzte Mal, dass eine deutsche Frau die doppelte Stadionrunde schneller lief, war am 29. August 1990. Damals liefen Sigrun Wodars (1:55,87 Minuten) und Christine Wachtel (1:56,11 Minuten) für die DDR bei der EM in Split zum Doppelsieg.

Persönliche Bestleistung deutlich unterboten

Persönliche Bestleistung deutlich unterboten

Mit ihrer Fabelzeit qualifizierte sich Kolbe für das Halbfinale. Obwohl in ihrem Lauf zwei Frauen noch schneller waren, profitierte sie von der Anwesenheit der britischen Olympiasiegerin Keely Hodgkinson, die das Rennen gewann und somit als Tempomacherin diente. Dadurch konnte Kolbe ihre persönliche Bestleistung um mehr als eine Sekunde auf 1:57,80 Minuten drücken. Zum Vergleich: Bei ihrem Sieg bei den Deutschen Meisterschaften im Juli stand am Ende eine Zeit von 2:02,20 Minuten.