Kwasniok vor dem aus? kölns trainerjob in der luft

Kölns Trainer Lukas Kwasniok stehtnach dem enttäuschenden 3:3 gegen Borussia Mönchengladbach vor dem Jobrisiko. Die Stimmung wankelt, und die Vereinsführung prüft Optionen – eine interne Lösung scheint wahrscheinlicher als ein externer Neuzugang.

Kesser mahnt zur entwicklung – und kwasnioks job?

Kesser mahnt zur entwicklung – und kwasnioks job?

Sportgeschäftsführer Thomas Kesser ließ kaum Raum für Optimismus nach dem Spiel. „Hier wurde viel geboten, leider nur keine drei Punkte für den 1. FC Köln“, so der Aufsteiger-Geschäftsführer. Sieben Spiele ohne Sieg und lediglich zwei Siege in den vergangenen fünf Monaten sind ein alarmierendes Zeichen. Obwohl die Fans direkt nach dem Abpfiff keine Unmutsbekundungen richteten, steht Kwasniok nun vor dem Aus.

Kesser betonte, dass Veränderungen notwendig seien, um wieder Siege zu holen. Das abgesagte Spielertraining am Sonntag und die bevorstehende Sitzung des Gemeinsamen Ausschusses (GA) unterstreichen die Dringlichkeit. Der GA, ein Gremium mächtiger Funktionäre, entscheidet über wichtige Personalentscheidungen, darunter auch über die Zukunft des Trainers. Ein Antrag auf Entlassung muss vom Geschäftsführer beim GA gestellt werden.

Die Situation erinnert an die vergangene Saison, als der FC kurz vor dem Abstieg stand. Doch diesmal ist es die Sorge um den Klassenerhalt, die die Stimmung belastet. „Es geht um die Gesamtentwicklung. Und die ist so, dass wir immer näher an den Strich heranrücken“, mahnte Kesser.

Als möglicher Nachfolger wird seit Samstagabend Co-Trainer René Wagner gehandelt. Der 37-Jährige ist laut Informationen des Fußballmagazins kicker Top-Kandidat. Wagner, der im vergangenen Sommer von Union Berlin zu Kwasnioks Stab kam und zuvor unter Trainer Steffen Baumgart arbeitete, galt intern bereits länger als mögliche Option. Eine frische Lösung wäre er jedoch nicht.

Auch andere Namen wie U-19-Coach Stefan Ruthenbeck oder der kürzlich bei Eintracht Frankfurt entlassene Dino Toppmöller kommen laut kicker nicht in Frage. Ein erneutes Engagement von Friedhelm Funkel wird von den FC-Verantwortlichen eher skeptisch betrachtet. Kwasniok selbst äußerte sich zu seiner Situation kaum. „Was können die Menschen mehr erwarten?“, fragte er nach dem Spiel.

Die bevorstehende Länderspielpause bietet einen Vorteil: Ein neuer Trainer hätte zwei Trainingswochen Zeit, sich vorzubereiten. Kesser könnte den Zeitpunkt für einen Trainerwechsel nutzen und zunächst eine interne Lösung in Betracht ziehen, um sich die Möglichkeit eines zweiten Wechsels mit einem externen Trainer offen zu halten.

Die Entwicklung ist besorgniserregend. Der 1. FC Köln kämpft nicht nur gegen die Abstiegssorgen, sondern auch mit einer zunehmenden Unsicherheit rund um die Trainerposition. Die Entscheidung des Gemeinsamen Ausschusses wird entscheidend sein.