Handball-frauen feiern em-qualifikation – doch gaugisch will mehr

Heidelberg. Die deutschen Handballerinnen feierten nach dem 33:18-Kantersieg gegen Slowenien eine frühzeitige Qualifikation für die Europameisterschaft. Doch Bundestrainer Markus Gaugisch sieht trotz des Erfolgs noch deutlichen Nachholbedarf.

Gaugisch setzt auf kontinuierliche entwicklung

Gaugisch setzt auf kontinuierliche entwicklung

Die Mannschaft demonstrierte bei der Rückkehr auf deutschem Boden eine beeindruckende Leistungsfähigkeit. „In den Momenten, in denen wir aufs Gas gedrückt haben, war das Team sehr konsequent“, lobte Gaugisch nach dem Spiel. Er betont, dass der stetige Lernprozess, den er seit Monaten fordert, nun ohne den Qualifikationsdruck fortgesetzt werden soll.

Emily Vogel, eine der Leistungsträgerinnen, sieht die Vorteile der frühen Qualifikation darin, dem gesamten Kader Chancen zu geben. „Wir können den anderen eine Chance geben, diese anzuschauen und den großen Kader auszuprobieren.“ Trotz des klaren Sieges und der Euphorie um das Team, sieht Gaugisch noch Baustellen, insbesondere in der Defensive, wo es in der vergangenen Woche aufgrund von Verletzungen von Xenia Smits und Aimée von Pereira zu personellen Engpässen kam.

Der Blick geht nun auf die letzten Qualifikationsspiele im April gegen Nordmazedonien in Skopje und Belgien in Hamm. Die Spielerinnen sind sich bewusst, dass der Erfolg des Teams auf die Begeisterung der Fans zurückzuführen ist. Diese soll sich nahtlos fortsetzen. Der Aufwand darf nicht nachlassen.

Doch die unmittelbare Zukunft liegt im Ligaalltag. Torhüterin Katharina Filter steht nach der Party auf dem Spielfeld bereits wieder für ihren dänischen Verein Team Esbjerg bereit. Ein Monat Trainings konzentriert auf die Vorbereitung auf die letzten Qualifikationsspiele. Die Spielerinnen sind motiviert, ihre Leistung zu verbessern und sich für die Weltspitze zu qualifizieren. Diese Reise wird nicht einfacher.

Der Erfolg in Heidelberg ist ein wichtiger Schritt, doch die eigentliche Herausforderung – die Etablierung als Weltklasse-Team – liegt noch vor den DHB-Frauen.