Hamilton behält platz vier, ferrari muss 30.000 euro zahlen

Das Urteil der Rennkommissare ist gefallen. Lewis Hamilton behält seinen vierzehnten Platz in der WM nach dem Italien-GP, da keine sportliche Strafe ausgesprochen wurde.

Ferrari muss geldstrafe zahlen

Ferrari muss geldstrafe zahlen

Dem Gegenteil unterliegt jedoch der italienische Konstrukteur Ferrari, der eine erhebliche Geldstrafe von 30.000 Euro auf sich nehmen muss.

Die Strafe setzt sich zusammen aus einer Hauptstrafe von 20.000 Euro und 10.000 Euro, die als Bewährungszeit ausgesetzt wurden.

Das Urteil beruht auf einem komplexen und ungewöhnlichen Kombination von Umständen, die sich während des Boxenstops von Hamilton ereignet haben.

Der britische Fahrer hatte eine Zeitstrafe von fünf Sekunden wegen eines Fahrverstoßes verbüßt, bevor Arbeiten am Rennwagen beginnen konnten. In diesem Moment befand sich sein Teamkollege LEC in seiner Box, während Hamilton in die Boxengasse einfuhr.

Er teilte seinem Ingenieur mit, dass er eine Anpassung des Frontflügels wünschte, aber diese Anweisung wurde nicht an den Supercontroller weitergeleitet.

Nachdem Hamilton die Zeitstrafe verbüßt hatte, gab ein Teammitglied die Anweisung 'Go' und anschließend '0,6 Grad', um die Frontflügelanpassung durchzuführen.

Gerade als Hamilton losfuhr, trat ein Mechaniker mit einem Frontflügelwerkzeug nach vorne und geriet in den Weg des rechten Vorderreifens, bevor er das grüne Lichtsignal für Wagen 44 bemerkte.

Das Team räumte ein, dass die Freigabe von Auto 44 unter diesen Umständen unsicher war und führte den Fehler auf eine unangemessen späte Anweisung zur Flügelverstellung, mangelnde klare Kommunikation und das Versäumnis des Mechanikers zurück.

Die Rennkommissare stellten fest, dass Hamilton in keiner Weise schuldhaft gehandelt hatte, sondern vielmehr einen sportlichen Nachteil erlitten hatte, da der Boxenstopp sich dadurch verzögert hatte.