Dynamo Dresden verliert Berufung gegen DFB-Strafe nach Hertha-Zwischenfall
Dynamo Dresden hat seine Berufung gegen
die von der Deutschen Fußball-Bund (DFB) verhängte Strafe nach den Ausschreitungen im Spiel gegen Hertha BSC in Berlin abgewiesen bekommen. Das DFB-Bundesgericht wies den Einspruch des Vereins am Donnerstag zurück.Bleibt ohne Punkte gegen Hertha
Die Fansperre für das kommende Heimspiel gegen Darmstadt 98 am 16. August bleibt somit bestehen. Ursprünglich hatte das DFB-Sportgericht Dynamo Dresden eine Geldstrafe von 91.200 Euro und die Teil-Sperrung von Zuschauerbereichen verhängt. Die Sanktion für das zweite Spiel wurde bis zum Sommer 2027 zur Bewährung ausgesetzt. Beide Vereine müssen außerdem ein gemeinsames Sicherheitskonzept erarbeiten und die Gästekontingente reduzieren.

Ausschreitungen im April
Die Sanktionen folgten auf Vorfälle am 4. April, bei denen im Dresdner Fanblock 27 pyrotechnische Gegenstände gezündet wurden. Es kam zu Auseinandersetzungen zwischen Fans beider Vereine und Sicherheitskräften. Mindestens 77 Dynamo-Fans überquerten die Begrenzung zum Innenraum und rannten auf das Spielfeld in Richtung Gästeblock, wobei bengalische Feuer und Feuerwerkskörper eingesetzt wurden. Die Partie musste für 19 Minuten unterbrochen werden, insgesamt wurden 17 Personen verletzt.

Bundesgericht kritisiert Verhalten
Bundesgerichts-Vorsitzender Oskar Riedmeyer bezeichnete das Beschießen von Personen mit Feuerwerkskörpern als inakzeptabel und das massenhafte Betreten des Innenraums als Eingriff in den Wettbewerb. Dynamo Dresden wertete den Teilausschluss von Zuschauern als Kollektivstrafe, argumentierte jedoch erfolglos dagegen.
Die DFB hatte Hertha BSC ebenfalls zu einer Geldstrafe von 152.000 Euro verurteilt.