Davos verliert im siebten – holden preist freiburgs leistung

Das Eishockey-Jahr 2023/24 neigt sich dem Ende zu, und die Schweiz verabschiedet sich von einem dramatischen Final. Der HC davos unterliegt Fribourg-Gottéron im alles entscheidenden siebten Spiel nach Verlängerung – ein bitterer Fehlschluss für die Bündner.

Ein kampf, der knapp dahingeflogen ist

Die reguläre Zeit war ein wahres Feuerwerk, eine Aufholjagd, die den Nerven von Millionen Zuschauer zittern ließ. Doch in der Overtime fehlten dem HCD nur Zentimeter zum alles entscheidenden Titel. Statt aber die bittere Pille zu schlucken, präsentierte sich Josh Holden, der Trainer des davos, mit einer bemerkenswerten Fairness. Ein Zeichen von Klasse, das in dieser enttäuschenden Nacht besonders hervortat.

Sprunger – ein abschied, der geschichte schreibt

Sprunger – ein abschied, der geschichte schreibt

Holden würdigte vor allem die historische Leistung des Gegners, insbesondere die herausragende Rolle von Julien Sprunger. Als Spieler träumt man doch davon, seinen Rücktritt mit einem Sieg zu beenden, und Sprunger hat diesen Traum offenbar verwirklicht. Die Freude in Freiburg ist – und das ist unbestreitbar – groß. Ein Moment, der in die Vereinschronik eingehen wird.

Holdens worte nach dem spiel

Holdens worte nach dem spiel

„Wir müssen zunächst sicherstellen, dass wir jedem einzelnen Spieler von Freiburg gratulieren“, erklärte Holden direkt nach dem Schlusspfiff. „Wenn man gewinnt, dann gewinnt man – und sie haben es geschafft. Sprunger ist eine Ikone, und dieser Sieg ist ein würdiger Abschluss seiner Karriere.“ Ein Mann, der die Geschichte des Eishockeys kennt, weiß, dass solche Momente unbezahlbar sind.

Stolz trotz niederlage

Stolz trotz niederlage

Trotz der kolossalen Enttäuschung über den verpassten 32. Meistertitel schwelgte Holden in dem Stolz auf seine Mannschaft. Die Drachen hatten im dritten Drittel massiv Druck aufgebaut, waren dem Sieg näher gekommen als viele erwartet hätten – ein Lattenschuss von Tino Kessler kurz vor Ablauf der regulären Zeit war ein deutliches Zeichen. Doch die Aeschlimann/Berra-Bank hat die Nase in dieser Serie ganz klar vorn.

Ein kampf bis zum schluss

Ein kampf bis zum schluss

„Es hätte in beide Richtungen ausgehen können“, so Holden. „Wir hatten Chancen, sie gingen nicht ganz rein. Aber wir sind nicht zurückgewichen, wir haben auf Sieg gespielt.“ Ein Kampfgeist, der den Davosern auch in dieser Nacht hoch da zu haben ist. Ein bitterer Verlust, aber nicht das Ende einer Ära.