Dänemark demoliert nordmazedonien – ist das der goldene weg?
Der klare sieg der skandinavier
Die Handball-EM hat begonnen, und dänemark hat mit einem beeindruckenden Sieg gegen Nordmazedonien (36:24) einen starken Start hingelegt. Vor 15.000 frenetischen Fans in der Jyske Bank Boxen in Herning war es ein eher einseitiges Spiel, bei dem die Dänen ihre Dominanz demonstrierten. Die Stimmung war trotz des klaren Ergebnisses ausgelassen, vor allem durch die zahlreichen Fans in roten T-Shirts, die die Halle zum Beben brachten. Doch die Frage ist: Wird dieser Sieg der Beginn einer neuen goldenen Ära für das Handball-Team?
Welthandballer gidsel glänzt
Mathias Gidsel, der Welthandballer, führte seine Mannschaft mit 8 Toren an und bewies einmal mehr seine Klasse. Neben ihm brillierte Simon Pytlick mit 9 Treffern. Trainer Nikolaj Jacobsen nutzte die Partie, um verschiedene Spieler zu testen und zeigte, dass die Tiefe des Kaders beeindruckend ist. Die Dänen demonstrierten, dass sie auch ohne spektakulären „Zauberhandball“ in der Lage sind, ihre Gegner zu bezwingen.
Der traum von em-gold
Für die dänische Nationalmannschaft ist die Europameisterschaft von großer Bedeutung. Als amtierende Weltmeister und Olympiasieger sind sie zu Favoriten, haben aber seit 2012 nicht mehr EM-Gold gewonnen. Rasmus Lauge ist der einzige Spieler im aktuellen Kader, der noch das Gefühl des Triumphes von damals kennt. Gidsel betonte vor dem Spiel, dass der Traum von diesem EM-Gold ihn mehr erfüllt als erwartet.
Kurioses detail beim gegner
Ein bemerkenswertes Detail bei Nordmazedonien: Ihr Trainer, Kiril Lazarov, hat 11 von 16 Spielern aus seinem eigenen Verein, Skopje, in den Kader berufen. Nur Torhüter Martin Tomovski aus der 2. Bundesliga fehlte. Trotz dieser starken Eingespieltheit konnten die Nordmazedonier dem überlegenen dänischen Team nicht viel entgegensetzen. Die Dominanz der Dänen war von Beginn an deutlich erkennbar.
Experten warnen vor langeweile
Stefan Kretzschmar, Dyn-Experte, äußert seine Befürchtung, dass die dänische Überlegenheit noch einige Jahre andauern könnte. Er betont die außergewöhnliche Qualität der dänischen Handball-Jugend und warnt vor einer möglichen „Langeweile“, wenn die Dänen weiterhin so dominant bleiben. Positiv sieht er jedoch die Entwicklung der deutschen Nationalmannschaft, die ebenfalls bald eine starke Mannschaft hervorbringen könnte.
Frühzeitig entschiedenes spiel
Schon nach zehn Minuten
war das Spiel faktisch entschieden (8:3). Trotz einer Manndeckung gegen Mathias Gidsel konnten die Dänen ihre Führung kontinuierlich ausbauen. Nach 50 Minuten stand es bereits 31:21, sodass Nikolaj Jacobsen seine Spieler schonen und rotieren konnte. Kretzschmar scherzte am Dyn-Mikrofon: „Das ist historisch: Gidsel und Pytlick schon draußen!“