1. Fc heidenheim setzt auf wunder gegen bayern
Der 1. FC Heidenheim kämpft weiter um den Klassenerhalt in der Fußball-Bundesliga, trotz laut Statistik minimaler Chancen. FCH-Trainer Frank Schmidt schöpft neue Hoffnung im Abstiegskampf, bevor das Team am Samstag gegen den FC bayern München antritt.

Wahrscheinlichkeit auf klassenerhalt: 1,77% - aber schmidt bleibt optimistisch
Der Supercomputer von Opta hat die Wahrscheinlichkeit, dass Heidenheim den Klassenerhalt erreicht, auf 1,77% geschätzt. Doch der FCH-Trainer ist nicht beeinflusst von diesen Zahlen. "Ich weiß, viele Leute sagen, ich bin verrückt, aber ich fahre nicht hin, um nur mitzuspielen," betonte Schmidt.
Heidenheim muss in den letzten drei Partien fast neun Punkte holen, um die Abstiegszone zu verlassen. Der FCH-Chef setzt auf ein Wunder und anknüpfen an historische Vorbilder. "Wir müssen fast neun Punkte holen," sagte er über die letzten drei Partien in München, gegen Köln und gegen Mainz - und die ersten drei sollen bitteschön schon bei den Paris-müden Münchnern folgen.
"Wir haben sie schon mal geschlagen," betonte Schmidt - und das ist nur eine von mehreren Tatsachen, mit denen der ewige Heidenheimer jeglicher Wahrscheinlichkeit trotzen will. Heidenheim weiß: bayern ist schlagbar. Da ist der April 2024. Die bayern standen vor dem Viertelfinale in der Champions League gegen den FC Arsenal und Trainer Thomas Tuchel ließ rotieren. Ein Doppelpack von Tim Kleindienst brachte nach 0:2-Rückstand ein 3:2 für Heidenheim. "Wir sollten uns alle ein Stück weit schämen," sagte Münchens Sportvorstand Max Eberl. Da sind außerdem die bisherigen Heidenheimer Auftritte in der Allianz Arena. "Da haben wir oft eine passable Leistung gebracht," sagte Schmidt richtig. Im wilden Pokal-Viertelfinale 2019 beim 4:5 noch als Zweitligist. Seit dem Aufstieg zweimal bei einem 2:4.
"Wenn wir das ganz Verrückte schaffen wollen," betonte Schmidt, dann sollte seine Elf diesmal "schon was mitnehmen". Und er setzt auf ein Wunder - anknüpfen an historische Vorbilder wie die "Heidenheimer Zeitung" unter der Überschrift "Wunder gibt es immer wieder" vorrechnete. Den frühzeitig abgeschriebenen FCH in der Vorsaison etwa, Julian Nagelsmanns Hoffenheim 2016, Augsburg 2013, Frankfurt 1999.
"Wir müssen davor demonstrieren, dass wir uns nicht aufgeben," sagte FCH-Defensivmann Niklas Dorsch. "Wir werden uns da nicht hinten reinstellen," betonte er. Und wenn der Supercomputer recht hat? Wenn das international bestaunte Bundesliga-Märchen des Dorfvereins von der Ostalb endet? Dann erlebt Schmidt sein "mutmaßlich letztes Jahr als Trainer in Heidenheim" in der 2. Liga. Rückkehr-Wahrscheinlichkeit? Mindestens 1,78 Prozent!
