Iran-konflikt erschüttert fußballwelt: wm-teilnahme in gefahr?

Die militärischen Schläge der USA und Israels auf den Iran haben weit über geopolitische Auswirkungen hinaus – sie bedrohen die Fußballweltmeisterschaft in Nordamerika. Die Eskalation könnte die Teilnahme des Iran gefährden und sogar die Finalissima zwischen Argentinien und Spanien verschieben.

Wm-teilnahme des iran ungewiss – boykott oder ausschluss drohen

Wm-teilnahme des iran ungewiss – boykott oder ausschluss drohen

Nach den jüngsten Angriffen auf iranische militärische Einrichtungen, bei denen der Oberste Führer Ali Chamenei getötet wurde, hat der Iran eine 40-tägige Staatstrauer ausgerufen. Im Fußball bedeutet dies die Absage aller Spiele, einschließlich der entscheidenden Qualifikationsspiele gegen Nigeria und Costa Rica. Doch die Konsequenzen reichen weiter.

Die WM in Mexiko, Kanada und den USA birgt die Gefahr direkter Konfrontationen zwischen den Konfliktparteien. Sollten die USA und der Iran in ihren jeweiligen Gruppen Zweiter werden, könnte es im Achtelfinale zum Aufeinandertreffen kommen. Dies hat die Frage nach der Teilnahme des Iran aufgeworfen: Ein Boykott, wie ihn der iranische Fußballpräsident Mehdi Taj ins Spiel brachte, oder ein Ausschluss durch die FIFA sind realistische Szenarien. Laut BILD werden bereits hinter den Kulissen Gespräche über einen Ausschluss geführt.

FIFA-Generalsekretär Mattias Grafström betont zwar die Priorität eines reibungslosen Ablaufs mit allen teilnehmenden Nationen. Sollte dies scheitern, könnte eine Mannschaft der Asien-Konföderation nachrücken. Die Vereinigten Arabischen Emirate, die in der interkontinentalen Qualifikation gegen den Irak unterlegen waren, könnten eine Option sein. Doch auch sie sind von der aktuellen Krise betroffen.

Die Finalissima zwischen dem Copa-America-Sieger und dem Europameister, geplant für den 27. März, steht ebenfalls vor dem Aus. Der katarische Fußballverband hat alle Spiele abgesagt, was die Durchführung in Doha gefährdet. Die Finalissima zwischen Argentinien mit Lionel Messi und Spanien mit Lamine Yamal ist unsicher.

Der Irak kämpft weiterhin um ein WM-Ticket und steht noch in den interkontinentalen Play-offs. Sollte er die Qualifikation schaffen, könnten die Vereinigten Arabischen Emirate nachziehen. Die Spannungen in der Region wirken sich bereits auf Katar aus, wo US-Stützpunkte angegriffen wurden. Doha ist vom Konflikt betroffen, die Finalissima ist in Gefahr.

Die Weltmeisterschaft 2026 ist bereits ein hochpolitisches Ereignis. Jetzt drohen die Auswirkungen des Konflikts mit dem Iran, die Fußballwelt für immer zu verändern. Die FIFA muss nun unter enormem Druck entscheiden, wie sie mit der Situation umgeht. Eine Entscheidung, die nicht nur den Fußball, sondern auch die internationale Politik beeinflussen wird.

Die Welt wartet gespannt auf die nächsten Entwicklungen. Die Fußballwelt steht vor einer ungewissen Zukunft.