Elias saad: talentverprecher in hannover – ein saisonstart unter dem niveau
Elias Saad kämpft mit seiner Form. Trotz eines vielversprechenden Starts im DFB-Pokal und einer kurzen Euphorie in Hannover 96 bleibt der Flügelspieler weit hinter den Erwartungen zurück. Doch sein ungewöhnlicher Werdegang wirft ein Licht auf das Potenzial, das der 26-Jährige noch besitzt.

Leichtes debüt, dann ein tiefpunkt
Nach einer Leihe von FC Augsburg zu Hannover 96 schien Saad zunächst seinen Platz gefunden zu haben. Ein Assist im Pokal gegen den Halleschen FC und danach eine Torvorlage gegen Düsseldorf brachten ihm den Stammplatz. Doch die Saison verlief trübst. Saad erzielte bisher keine Torquote, weder in der Liga noch in den Länderspielen. Die letzte positive Bewertung durch den Kicker datiert vom Januar 2025.
Die Verletzung durch ein Foul von Dominik Kohr im Spiel gegen Mainz 05 war ein schwerer Rückschlag. Seine Leistungen schwankten stark: Nach der Verletzung lag seine Bewertung bei 4,15, während er zuvor bei fünf Einsätzen mit 2,7 bewertet wurde. Diese Entwicklung ist auch taktischer Natur. Seine Stärken liegen in der Eins-gegen-Eins-Situation, während Hannover unter Trainer Christian Titz auf Ballbesitz und einen kontrollierten Spielaufbau setzt.
Ein ungewöhnlicher weg zum profifußball
Saad durchlief keinen traditionellen Nachwuchsleistungsbereich. Stattdessen spielte er mit 19 Jahren in der deutschen Futsal-Nationalmannschaft und debütierte erst mit 23 Jahren im Profifußball. Bei St. Pauli zeigte er in der vergangenen Saison eine starke Partnerschaft mit Oladapo Afolayan, die zu zahlreichen Toren führte. Diese Dynamik fehlte ihm in Hannover.
Nun vereint er sich mit Noah Weißhaupt, den er bereits aus seiner Zeit in St. Pauli kennt. Weißhaupt hat sich seit seiner Leihe in Hannover einen Treffer erarbeitet. Für Saad könnte es nun ähnlich laufen. Sein außergewöhnlicher Werdegang deutet auf ein großes Potenzial hin, das er noch abrufen kann. Die Zeit drängt.
